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Schmerzmittel die auch helfen können und Krankheiten besiegen.

Revolution bei Schmerzmitteln könnte Millionen helfen: Neue Methode soll „ohne Nebenwirkungen“ sein

am 18.03.2025

Von: Karolin Schaefer

Die Einnahme starker Medikamente bei chronischen Schmerzen kann schweren Folgen haben. Forschende haben nun einen neuen Wirkstoff entwickelt.

Frankfurt – Treten Schmerzen über Wochen und Monate auf oder kehren immer wieder, sind sie chronisch. Laut der Universität Stanford in den USA leiden darunter weltweit mehr als eine Milliarde Menschen. Für die Behandlung gibt es zwar entsprechende Medikamente – allerdings oft nicht ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Gerade bei Opioiden würden sich schnell Toleranzen aufbauen. Zudem besteht die Gefahr einer Suchtentwicklung. Eine Studie zeigt jetzt, dass es auch anders geht.

Neuer Schmerzmittel-Wirkstoff kann verschiedene Arten von Schmerzen lindern

Forschende der Universität Stanford und der Washington University School of Medicine haben einen neuen Wirkstoff zur Behandlung chronischer Schmerzen entwickelt. Dieser docke an einer bestimmten Stelle von sogenannten Cannabinoid-Rezeptoren (CB1) an, heißt es in einerMitteilung der Universitäten. Das sind Bindungsstellen für Cannabinoide im Körper.

Forschende entwickeln einen Wirkstoff, der keine psychoaktiven Nebenwirkungen hervorrufen soll.
Forschende entwickeln einen Wirkstoff, der keine psychoaktiven Nebenwirkungen hervorrufen soll.

Die Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, zeigte: Der Wirkstoff kann potenziell verschiedene Arten von Schmerzen bei Mäusen lindern. Der große Vorteil: Es gebe keine psychoaktiven Nebenwirkungen, keinen Suchtfaktor oder einen Toleranzaufbau gegenüber dem Medikament. EinSchmerzmittel , das nicht süchtig machen soll, wurde erst kürzlich zugelassen.

Bei dem Wirkstoff handelt es sich um eine modifiziertes, synthetisches Cannabinoid. Die Wirkung ist dabei ähnlich zu Tetrahydrocannabinol (THC), dem Wirkstoff in Cannabis. Es ahmt die schmerzlindernde Wirkung nach, jedoch „ohne Nebenwirkungen“, schilderte Alexander Powers, der die Studie während seiner Promotion in Chemie in Stanford durchführte, beiLinkedIn.

„Wirklich spannender Ansatz“: Schmerzmedikament soll keine Nebenwirkungen verursachen

„Dieses Molekül zeigt, dass wir eine Trennung zwischen den Nebenwirkungen und den schmerzlindernden Wirkungen erzielen können“, erklärte Powers. Bei Simulationen sei eine Bindungsstelle auf dem Rezeptor entdeckt worden, wo der Wirkstoff ansetzen soll. Die Maus-Versuche hätten dann gezeigt, dass das synthetische Cannabinoid vor allem entzündliche, neuropathische und Migräne-Schmerzen lindere.

„Ich denke, das ist ein wirklich spannender Ansatz“, so Powers. Bis dieses oder ein ähnliches Molekül als Medikament zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden kann, wird es aber noch dauern. Die Studie zeige aber einen Weg, „um möglicherweise sicherere, selektive Medikamente zu finden“, hieß es in der Mitteilung.

Ob und wie das in der Praxis eingesetzt werden kann, bleibt also abzuwarten. Es sind in jedem Fall weitere Forschungen nötig. Auch wie sich der langfristige Konsum synthetischer Cannabinoid auswirkt, muss noch geprüft werden. Eine andere Studie zeigte derweil: Ein bekanntes Schmerzmittel soll vor Krebs-Metastasen schützen(kas)

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